|
KANDIDAT WERDEN
WIE WÄHLEN
ANSPRECHPARTNER/ADRESSEN
REGULARIEN
WAHLERGEBNISSE
ZEITPLAN
EDITORIAL
INTERVIEWREIHE
Kammergruppenebene
Interview Joachim Müller
Interview Beatrice Soltys
Interview Hans-Jürgen Baron
Interview Helmut Schattmann
Interview Arbeitskreis Energie
Bezirksebene
Interview Prof. Winfried Engels
Interview Gabriele Hübner
Interview Thomas Schramm
Interview Gudula Nieke-Mast
Vertreter der Minderheiten
Interview Jürgen Lehnhoff
Interview Brigitte Banzhaf
Interview Dr. Bernd Fahle
Interview Klaus Wehrle
Das Präsidium
Interview Wolfgang Riehle
Interview Prof. Sebastian Zoeppritz
Interview Dr.-Ing. Eckart Rosenberger
Interview Eva Schlechtendahl
Weitere Interviews
Interview Roland Baumgärtner
Interview Marietta Rienhardt
Interview Hans-Peter Wolf
Interview Peter Vorbeck
Interview Dr.-Ing. Jürgen Koch
IMPRESSUM
Downloads
|
Interview Prof. Sebastian Zoeppritz
|
>> Herr Zoeppritz, warum haben Sie sich für das Ehrenamt des Vizepräsidenten zur Verfügung gestellt?
Ich wollte gerne daran mitwirken, nach außen im Interesse der Architektenschaft an den Rahmenbedingungen der Architektentätigkeit zu arbeiten und nach innen, die Selbstverwaltung der Standesvertretung transparent, effizient und beteiligungsoffen zu gestalten.
Ein langjähriges Engagement in Kammergruppe, Arbeitskreisen und Ausschüssen war wegen des positiven Erlebnisses von Erfahrungsaustausch und offener Weiterentwicklung fachlicher wie berufspolitischer Positionen Anlass genug, mehr zu versuchen.
|
|

Freier Architekt/Freier Stadtplaner in Stuttgart und Vizepräsident der Architektenkammer Baden-Württemberg: „Der Berufsstand steht durch die Übernahme hoheitlicher Aufgaben als Körperschaft öffentlichen Rechts sehr viel seriöser gegenüber Politik und Gesellschaft da als eine reine Interessenvertretung.“ (Foto: Wilfried Dechau)
|
|
Schließlich haben mich Kollegen gefragt, die schon im Ehrenamt tätig waren. Daraus hatte ich eine gewisse Zuversicht gewonnen, dass ich etwas beitragen könnte.
|
|
|
|
>> Was hat Ihnen während Ihrer Amtszeit „Lust“ bereitet?
Der Erfahrungsaustausch, der Erkenntnisgewinn, die sachliche Diskussion, die Bekanntschaften in der Architektenschaft, die Kontakte in und Anstöße aus anderen Bereichen des politischen und gesellschaftlichen Lebens, die Einbindung in die jeweils aktuelle Diskussion um die Grundlagen unseres Berufs, die Information über das Baugeschehen im Land durch die Teilnahme an den Auszeichnungsverfahren.
|
|
|
|
>> Und was hat in der Zeit „Frust“ verursacht?
Die begrenzte Bereitschaft von Architekten, sich für gemeinsame Interessen einzusetzen, sich in der eigenen Fortbildung zu engagieren, sich mit den wirtschaftlichen Grundlagen und unternehmerischen Aspekten ihrer (selbständigen) Berufstätigkeit auseinanderzusetzen. Die Überschätzung der relativen Rolle des Berufsstandes in unserer Gesellschaft durch manche Kollegen, welche die Diskussion mit Entscheidungsträgern über unsere Belange erschwert.
|
|
|
|
>> Wo sehen Sie einen Gewinn durch das Ehrenamt? Persönlich? Für den Berufsstand?
Persönlich siehe vor: Die Erträge meines Engagements sind für mich so viel wichtiger als die gelegentliche Unzufriedenheit, dass ich nach seither sieben Jahren in diesem Amt im nächsten Herbst für eine weitere Wahlperiode kandidieren möchte.
Der Berufsstand steht durch die Übernahme hoheitlicher Aufgaben als Körperschaft öffentlichen Rechts sehr viel seriöser gegenüber Politik und Gesellschaft da als eine reine Interessenvertretung. Das verleiht seinen Anliegen mehr Gewicht. Und dass diese Körperschaft - außer von einem sehr leistungsfähigen hauptberuflichen Team - ganz wesentlich auch vom ehrenamtlichen Engagement professioneller Architektinnen und Architekten getragen wird, erhöht die Glaubwürdigkeit und Schlagkraft unserer Argumente darüber hinaus.
Und auch nach innen sehe ich für uns Individualisten doch gar keine Alternative zu Selbstbestimmung und Selbstverwaltung über Wahlen und Mitwirkungsmöglichkeiten für Berufskolleginnen und -kollegen im Ehrenamt!
|
|
|
|
>> Welchen Rat geben Sie potentiellen Interessenten?
Einsteigen in die Kammerarbeit durch Mitwirken in Kammergruppen, Arbeitskreisen und Ausschüssen. Kontakte knüpfen, über den Berufstand hinaus in Gesellschaft und Politik hinein. In der Berufstätigkeit ausreichend Raum freihalten für gelegentliches freies Umschauen und Nachdenken sowie Geduld und Ausdauer üben. Auch die Berufspolitik hat Bezüge zum Steuern großer Tanker.
|
|
|
|