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Interview Helmut Schattmann
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>> Herr Schattmann, warum engagieren Sie sich neben dem Ehrenamt als Beisitzer auch als Referent für die Öffentlichkeitsarbeit in Ihrer Kammergruppe?
Die Öffentlichkeitsarbeit ist unglaublich wichtig, denn das Ansehen des Architekten in der Gesellschaft ist nicht so gut, wie es sein sollte. Zahlreiche Richtigstellungen können nur durch konsequente und engagierte Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit intern und extern getätigt werden.
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Helmut Schattmann, in der Kammergruppe Main-Tauber-Kreis in der Doppelfunktion als Beisitzer und Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Freier Architekt in Lauda-Königshofen: „Vom Zusehen wird sich ebenso wenig ändern wie vom Jammern.“
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>> Was hat Ihnen während Ihrer Amtszeit "Lust" bereitet?
Die Weiterbildungen in Stuttgart waren sehr ausgewogen und aufschlussreich. Auch die Internetseite macht Freude und ist bedienerfreundlich aufgebaut.
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>> Und was hat in dieser Zeit "Frust" verursacht?
Wenn die Presse unsere Artikel überhaupt nicht veröffentlicht und auch Terminankündigungen "vergisst", ist das sehr frustrierend. Häufig stellt sich das Gefühl ein, dass man unsere Bemühungen mit Werbung in einen Topf wirft und daher gerne unveröffentlicht lässt. Auch die Mitarbeit der Kollegenschaft ist Anlass zur Demotivierung. Wenn z.B. eine gemeinsame Busfahrt zur Bundesgartenschau nach Gera (übrigens für nur 20 Euro inklusive Eintritt) wegen Mangels an Teilnehmern wieder einmal abgesagt werden muss, ist das kein guter Anreiz, weitere arbeitsaufwändige Veranstaltungen zu planen. Dass Arbeitssitzungen noch schwieriger zu besetzen sind wie gemeinsame Exkursionen, dürfte klar sein. Häufig haben wir ganze Ausstellungen durchgezogen, bei denen die gesamte Arbeit von nur vier oder fünf Leuten gemacht wurde. Dass das immer die Gleichen sind, versteht sich von selbst.
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>> Wo sehen Sie einen Gewinn durch das Ehrenamt? Persönlich? Für den Berufsstand?
Die Mitwirkung im Vorstand der Kammergruppe ist die einzige Möglichkeit, an der Basis für Veränderungen einzustehen. Hier sollte sich jedes Mitglied gefordert sehen und diese Möglichkeiten wahrnehmen. Auch der Netzwerkgedanke hat mir selbst nur Vorteile verschafft. Für die Gemeinschaft ist es sehr wichtig, vor Ort eine Repräsentationsbasis zu haben. Nur wenn wir als Berufsstand Flagge zeigen, werden wir unsere Ziele umsetzen können und uns auch auf dem Markt dort wiederfinden, wo der Architekt eigentlich hingehört.
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>> Welchen Rat geben Sie potentiellen Interessenten?
Vom Zusehen wird sich ebenso wenig ändern wie vom Jammern. Die Kammergruppen sind unglaublich aktiv und die Arbeit dient uns allen. Es kann sehr viel erreicht werden und die Wege, die wir gehen, sind kurz. Gerade jungen Kolleginnen und Kollegen bietet die Mitarbeit in der Kammergruppe ungeahnte Möglichkeiten und Erfahrungsaustausch. Es gibt nichts zu verlieren.
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