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Interview Hans-Peter Wolf
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>> Herr Wolf, warum haben Sie sich für das Ehrenamt des Vorsitzenden des Berufsordnungsausschusses zur Verfügung gestellt?
Dass ich mich nach meiner ersten Amtsperiode als Mitglied im Berufsordnungsausschuss weiter engagieren würde, war für mich keine Frage.
Als sich dann mein Vorgänger, Herr Aichele, aus Altersgründen zurückgezogen hatte, war es wohl nach Meinung der Mitglieder des Berufsordnungsausschusses Zeit für einen Generationswechsel. Und so wurde ich als Jüngster aus der Runde mehr oder weniger zum Vorsitzenden ernannt. Gegenwehr…, damals zwecklos.
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Freier Architekt in Weinheim und Vorsitzender des Berufsordnungsausschusses: „Durch die stark ehrenamtlich geprägte Organisation der Kammer schafft es unser Berufsstand, im Gegensatz zur großen politischen Bühne wirklich basisorientiert zu arbeiten. Man kann etwas bewegen. Rufe von unten nach oben werden gehört.“
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>> Was hat Ihnen während Ihrer Amtszeit „Lust“ bereitet?
Da gibt es eigentlich zwei Punkte, die mir einen echten Lustgewinn verschafft haben und verschaffen:
- Die intensiven Diskussionen um die Aktualisierung der Berufsordnung, bei denen wir innerhalb des Berufsordnungsausschusses äußerst kontrovers, aber doch sehr ziel- und ergebnisorientiert gearbeitet haben. Dies hatte ich in anderen Gremien so bisher selten erlebt.
- Nachdem ich selbst erst mit der ehrenamtlichen Tätigkeit einen tieferen Einblick in die Vielschichtigkeit, die Angebote und die Leistungen der Kammer bekommen habe, gehe ich mittlerweile gerne für die Kammer missionieren.
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>> Und was hat in der Zeit „Frust“ verursacht?
Die geringe Wertschätzung, die viele Kollegen der Kammer entgegenbringen, die Unkenntnis darüber, was die große Unbekannte - die Architektenkammer – ist, und die doch geringe Bereitschaft im Kollegenkreis, sich für unseren Berufsstand zu engagieren.
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>> Wo sehen Sie einen Gewinn durch das Ehrenamt? Persönlich? Für den Berufsstand?
Persönlich: Ich habe meinen Beruf aus anderen Blickwinkeln kennengelernt. Durch die vielfältigen Kontakte und den Austausch mit Kollegen aus unterschiedlichen Fachgebieten, Arbeitsfeldern und Regionen hat man die Möglichkeit, weit über seinen eigenen Tellerrand hinweg zu sehen. Außerdem bietet sich ab und zu die Chance, mit gutem Gewissen dem Tagesgeschäft zu entfliehen.
Für den Berufsstand: Durch die stark ehrenamtlich geprägte Organisation der Kammer schafft es unser Berufsstand, im Gegensatz zur großen politischen Bühne wirklich basisorientiert zu arbeiten. Man kann etwas bewegen. Rufe von unten nach oben werden gehört.
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>> Welchen Rat geben Sie potentiellen Interessenten?
Einfach mitmachen. Es gibt genug zu tun.
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