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Interview Gudula Nieke-Mast
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>> Frau Nieke-Mast, warum engagieren Sie sich als Referentin für die Öffentlichkeitsarbeit in Ihrem Bezirk?
Ich engagiere mich schon seit etlichen Jahren für die Kammer in verschiedenen Bereichen. Im Öffentlichkeitsressort war es bisher so, dass meist Leuchtturmprojekte auf die Beine gestellt werden. Diese wirken dann punktuell dem Anlass entsprechend und manchmal auch noch etwas länger.
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freie Architektin, ist die Referentin für Öffentlichkeitsarbeit im Bezirk Freiburg und Vorsitzende des Arbeitskreises Architektinnen: „Für den Berufsstand sehe ich als Gewinn die langfristig angelegte, kontinuierliche und personenbezogene Arbeit.“
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Ein herausragendes Projekt zu gestalten, ... unkonkret, wenig preisbewusst, menschenfern, ... das sind leider noch oft genannte Attribute, wenn die Öffentlichkeit zum Berufsstand der Architektenschaft befragt wird. Aber auch dies entspricht in der Öffentlichkeit dem Bild von Architektinnen und Architekten.
Dass ganz normale, gute und erfolgreich abgewickelte Projektarbeit inzwischen ausschließlich den Schlüsselfertiganbietern und den Projektsteuern zugeschrieben wird, dass ein breites Spektrum an Fachwissen in der Architektenschaft für die Herausforderungen unserer Zeit Antworten geben kann (wenn es denn abgerufen wird), dass man mit Architektinnen und Architekten auch "Spaß am und im Projekt" haben kann, hat mich veranlasst, mich im Öffentlichkeitsressort auf Kammerbezirksebene zu engagieren.
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>> Was hat Ihnen während Ihrer Amtszeit "Lust" bereitet?
Das kontinuierliche und direkte Umsetzen von vielseitigen Projekten für die Zielgruppe Öffentlichkeit. Dabei wird die Zielgruppe "Kinder und Jugendliche" sowie die Lehrerbildung meines Erachtens immer interessanter. Hierin sehe ich einen notwendigen Grundstein für ein gutes Image unseres Berufsstandes in der Öffentlichkeit.
Konkrete und aktive Projekte, Workshops mit großem Mitmach-Charakter, das Haut-Nah-Erlebnis mit Architektinnen und Architekten... und dann die Anerkennung bei der Zielgruppe ist bestes "Lust-Erlebnis".
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>> Und was hat in dieser Zeit "Frust" verursacht?
Zum Erlebnispaar "Aktivität und Einsatz" gehört meist auch das Wirkungspaar "Neid und Besserwisserei". Das ist im Ehrenamt nicht anders als im Leben generell.
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>> Wo sehen Sie einen Gewinn durch das Ehrenamt? Persönlich? Für den Berufsstand?
Persönlich: Der Austausch mit den Kollegen, das Erweitern der eigenen Positionen, der Mehrwert, den die Gruppe durch den Austausch erhält.
Für den Berufsstand sehe ich als Gewinn die langfristig angelegte, kontinuierliche und personenbezogene Arbeit, wie ich sie für das (Wieder-) Gewinnen von Vertrauen und Zuverlässigkeit für und in den Berufsstand für wichtig halte.
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>> Welchen Rat geben Sie potentiellen Interessenten?
Einfach mitmachen und mit den Kolleginnen und Kollegen ins Gespräch kommen. Sie werden viele Ansatzpunkte für eine breitere Öffentlichkeitswirksamkeit finden. Und dies wird sich auch auf Ihr Büro mit übertragen.
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