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Interview Gabriele Hübner
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>> Frau Hübner, warum haben Sie sich für das Ehrenamt der stellvertretenden Bezirksvorsitzenden zur Verfügung gestellt?
Nach einigen Jahren der Mitarbeit in verschiedensten Ausschüssen der AKBW haben mich meine Kolleginnen aus dem Arbeitskreis Architektinnen zur Kandidatur ermuntert. Damals noch mehr als heute waren Kolleginnen in den Entscheidungsgremien unterrepräsentiert. So lag es nahe, Mitsprachemöglichkeiten nicht nur einzufordern sondern auch wahrzunehmen.
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stellvertretende Vorsitzende des Kammerbezirks Stuttgart und als Architektin bei der Landeshauptstadt beschäftigt: "Ganz besonders gerne habe ich daran mitgewirkt, Themenbereiche, z.B. aus dem Architektengesetz, dem aktuellen Zeitgeist anzupassen."
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>> Was hat Ihnen während Ihrer Amtszeit "Lust" bereitet?
Ganz besonders gerne habe ich daran mitgewirkt, Themenbereiche, z.B. aus dem Architektengesetz, der Berufsordnung oder Satzung dem aktuellen Zeitgeist anzupassen und alle Interessen "unter einen Hut" zu bekommen. Die dazu erforderlichen Vorbereitungen haben oft viele Monate beansprucht. Wenn dann die Delegierten der jährlichen Landesvertreterversammlung den ausgearbeiteten Vorschlägen gefolgt sind, war das ein wirklich gutes Gefühl. Als angestellte Architektin im öffentlichen Dienst habe ich mich grundsätzlich für das Verständnis zwischen unseren Berufsgruppen und Fachrichtungen eingesetzt. Manche Erkenntnisse und Anregungen aus dem Ehrenamt konnte ich in mein Hauptamt hineintragen. Die dort entstandenen, teilweise auch kontroversen Diskussionen haben zu meiner Freude häufig zum Nachdenken und Nachfragen beigetragen.
Viele Austausch- und Koordinierungsmöglichkeiten entstanden beim gemeinsamen Einsatz, z.B. für Vortragsreihen, Tagungs- oder Ausstellungsveranstaltungen. Ebenso wie die abwechslungsreiche Vielfalt an Kontakten zu anderen Institutionen, Berufsverbänden und Interessenvertretungen waren sie immer Horizont erweiternd.
Bei allen Anforderungen war natürlich die sehr gute Kooperation mit unseren hauptamtlichen Mitarbeitern in der Landesgeschäftsstelle ein ganz wichtiger Faktor: Deren Unterstützung, Zuverlässigkeit, Ideenreichtum und Geduld haben wesentlich zum "Lusterhalt" beigetragen.
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>> Und was hat in dieser Zeit "Frust" verursacht?
Es gab nur einen anstrengenden Einzelfall, der aber durch viel positive Energie um mich herum egalisiert wurde. Und so hat sich Frust ganz schnell wieder in Lust umgekehrt.
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>> Wo sehen Sie einen Gewinn durch das Ehrenamt? Persönlich? Für den Berufsstand?
Mit verschiedensten Menschen ein Stück weit zu gehen, miteinander ein Thema abzuarbeiten und sich für gemeinsame Interessen einzusetzen, ist eine gute Erfahrung. Manchmal entstehen daraus konstruktive Freundschaften. Das empfinde ich als einen persönlichen Gewinn. Wenn sich die Verlässlichkeit und das Vertrauen innerhalb der Kollegenschaft nach außen überträgt, wirkt sich das nach meinem Empfinden als Gewinn für den gesamten Berufsstand aus.
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>> Welchen Rat geben Sie potentiellen Interessenten?
Ganz wesentlich ist die Bereitschaft für eine Mittlerrolle zwischen Landesvorstand, Kammergruppen, Arbeitskreisen und externen Vertretungen im politischen Raum. Dabei muss die persönliche Meinung auch mal in den Hintergrund treten können. Offenheit gegenüber Neuerungen und die Neugier, diese konstruktiv zu hinterfragen, sind zwingend erforderlich. Der Respekt gegenüber allen im Ehrenamt tätigen Kolleginnen und Kollegen muss, trotz manchmal gegensätzlicher Auffassungen, immer überwiegen. Zeit muss natürlich auch zur Verfügung stehen und äußerst erleichternd ist ein verständnisvolles familiäres Umfeld.
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