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Interview Dr. Bernd Fahle
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>> Herr Dr. Fahle, warum haben Sie sich als Vertreter der Stadtplaner zur Verfügung gestellt?
Tatsächlich stand ich lange Jahre der Kammerarbeit eher indifferent gegenüber – obwohl ich einige Jahre enger Mitarbeiter unseres unvergesslichen Altvorderen Helmut Schaber war. Auch die Entwicklung der vierten Fachrichtung „Stadtplanung“ habe ich nicht wirklich verfolgt. Mitte der 90er-Jahre wurde ich zur Teilnahme in den Kammerarbeitskreis Stadtplanung eingeladen.
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Vertreter der Stadtplaner, Freier Stadtplaner in Freiburg: „Leiser Frust ist eher die Herausforderung, ignorante oder fehlinformierte Menschen innerhalb und außerhalb unserer Architektenschaft von der besonderen Bedeutung der Stadtplanung als Berufsbild und Berufspraxis zu überzeugen.“
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Dies war eine wohltuende Gelegenheit, über unseren (meinen) Berufsstand sozusagen von einer Metaebene aus systematisch nachzudenken: Berufsbild, Ausbildung, Kooperationen, Leistungen, Honorare usw. Mit der Wahl in den Landesvorstand als Vertreter der Fachrichtung Stadtplanung 1998 habe ich die Herausforderung tiefergehender berufspolitischer Aktivitäten sehr bewusst und gerne angenommen.
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>> Was hat Ihnen während Ihrer Amtszeit „Lust“ bereitet?
Lust bereitet haben mir neue Freundschaften, anregende und unterhaltsame Stunden während und nach den Sitzungen. Lust verspürt habe ich auch durch persönliche Lernprozesse in fachlicher und kommunikativer Hinsicht, durch die positive Wirkung gelungener Texte, Verhandlungen, Vorträge und Veranstaltungen.
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>> Und was hat in der Zeit „Frust“ verursacht?
Z.B. wenn ich in Karlsruhe Anschlusszüge nach späten Sitzungen verpasst habe... Im Ernst: So leicht bin ich nicht zu frustrieren. Leiser Frust ist eher die Herausforderung, ignorante oder fehlinformierte Menschen innerhalb und außerhalb unserer Architektenschaft von der besonderen Bedeutung der Stadtplanung als Berufsbild und Berufspraxis zu überzeugen.
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>> Wo sehen Sie einen Gewinn durch das Ehrenamt? Persönlich? Für den Berufsstand?
Nach Etablierung der vierten Fachrichtung „Stadtplanung“ 1994 und nach Klaus Stein als erstem Vertreter der Stadtplaner im Landesvorstand habe ich nun fast drei Wahlperioden dieses Ehrenamt ausgeübt und will es nächstes Jahr an eine(n) jüngere(n) Nachfolger(in) weitergeben. Auf Landes- und Bundesebene hatte ich Gelegenheit, unseren Berufsstand in vielerlei Hinsicht voranzubringen. Ich hoffe, dass mir dies einigermaßen gelungen ist. Persönlich haben mich diese Aktivitäten wachsen lassen, mit Vorteilen für ein spannendes Leben und für ein gut situiertes, zukunftsfähiges Stadtplanungsbüro in Freiburg.
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>> Welchen Rat geben Sie potentiellen Interessenten?
Wer seinen/ihren Beruf als Stadtplaner(in) liebt, wer mit Freude und Ernsthaftigkeit den inhaltlichen und gesellschaftspolitischen Diskurs in unserer Sache führt, wer Freundschaften und Partnerschaften genießt und wer fähig ist zur selbstkritischen Distanz und kommunikativen Geduld, ist der/die Richtige für dieses schöne berufspolitische Ehrenamt.
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