Interview Arbeitskreis Energie


Der Arbeitskreis Energie in der Kammergruppe Karlsruhe-Stadt wurde 2003 gegründet. Inzwischen besteht die aktive Gruppe aus 17 Mitgliedern im Raum Karlsruhe und ist im Internet vertreten unter www.energieberater-karlsruhe.de. Das Interview haben wir geführt mit Barbara Bisch, Heidrun Hausch, Mike Hammann und Klaus Falk. Aktiv im Arbeitskreis sind auch Jörg Bareiß, Martin Beuth, Susanne Gerner, Petra Hegen, Alexander Klemm, Paolo Glumac, Martin Lazar, Mathias Lipscher, Tilla Pflaum, Friederike Prasse, Hinrich Reyelts, Gerd Schelling und Reiner Stolz.

>> Warum engagieren Sie sich ehrenamtlich in einem Arbeitskreis?
Bisch: Wenn ich mich in der Kammer engagiere, fühle ich mich als ein Teil davon. Die Institution "Kammer" wird so mit Menschen gefüllt, die mir das Gefühl geben, in einem lebendigen Netzwerk gelandet zu sein.
Hausch: Ein Arbeitskreis ist wie ein Netzwerk, d.h. Gewinn durch den Austausch mit Kollegen. Ein Arbeitskreis ist die Plattform, um Inhalte an Außenstehende besser vermitteln zu können.
Hammann: Nicht meckern - machen!

>> Was hat Ihnen während Ihrer Amtszeit "Lust" bereitet?
Bisch: Die Gruppe - in ihrer Vielfältigkeit in Bezug auf Typ, Idee, Diskussion ist einfach nur inspirierend.
Hausch: Der enge Kontakt mit den Kollegen. Die Wirksamkeit nach außen.
Hammann: Die netten Leute, Gleichgesinnte.
Falk: Der Austausch unter Kollegen.

>> Und was hat in dieser Zeit "Frust" verursacht?
Bisch: Die Gruppe - wenn zuviele Ideen im Raum sind, aber nichts konkret wird.
Hausch: Die Öffentlichkeitsarbeit, die Resonanz der Medien, die Konkurrenz durch die Informationsflut unserer Zeit. Die Begrenztheit der finanziellen Mittel.
Hammann: Ignoranz und Inkompetenz gepaart mit Arroganz und Dummheit.

>> Wo sehen Sie einen Gewinn durch das Ehrenamt? Persönlich? Für den Berufsstand?
Bisch: Vor einigen Jahren habe ich mir meine Ziele im Leben aufgeschrieben, die damals ziemlich weit weg erschienen. Eins davon lautete in etwa: Ich möchte mich in einer Gruppe engagieren, die sich für nachhaltiges Bauen interessiert. Ich möchte persönlich an Sicherheit gewinnen, wenn ich vor einer größeren Gruppe spreche und auch die Gelegenheit nutzen, Vorträge zu halten. Als ich diese Lebensziele vor kurzem las, war ich wirklich erstaunt, wie genau diese durch mein "Ehrenamt" erfüllt sind.
Hausch: Informationsbörse. Echte Kollegialität, nicht Konkurrenzdenken unter den Architekten.
Hammann: Dass man von anderen auch was lernen kann.

>> Welchen Rat geben Sie potentiellen Interessenten?
Bisch: Die Gruppe muss passen und Sie müssen zur Gruppe passen. Der Rest ergibt sich.
Hausch: Mitmachen! Oder bei anderen eigenen Interessen einen eigenen AK gründen.
Hammann: Dass Ehrenamt auch Spaß machen kann und sinnvoll ist. Platt, gell?



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